„Was kostet eine Website?” — das ist die Frage, die ich am häufigsten höre. Seit über 20 Jahren. Und die ehrliche Antwort ist immer noch: Es kommt drauf an.
Aber das hilft dir nicht weiter. Deshalb mache ich es heute anders. Ich vergleiche alle vier Wege zur eigenen Website für Unternehmen — mit echten Zahlen, echten Vor- und Nachteilen und ohne Marketing-Blabla.
Egal ob du eine Homepage erstellen lassen willst oder überlegst, es selbst zu machen: Nach diesem Artikel weißt du, was dich jede Option wirklich kostet. Nicht nur am Anfang, sondern über die gesamte Laufzeit.
Hier sind die vier Optionen:
- Website selber machen (Baukasten)
- Freelancer beauftragen
- Website von einer Agentur kaufen
- Website mieten statt kaufen
Schauen wir uns jede einzelne an.
Option 1: Website selber machen mit dem Baukasten
Tools wie Wix, Jimdo oder Squarespace versprechen: „Erstelle deine Website in wenigen Stunden." Klingt verlockend. Und ja, der Einstieg ist günstig.
Die Kosten
- Basis-Tarif: 0–30 €/Monat
- Eigene Domain: 10–15 €/Jahr (bei Gratistarifen nicht inklusive)
- Premium-Features: 10–40 €/Monat extra (für Kontaktformulare, SEO-Tools, E-Commerce)
- Deine eigene Arbeitszeit: Das vergessen die meisten
Klingt nach wenig? Rechne deine Arbeitszeit dazu. Wenn du 20–40 Stunden an deiner Website bastelst — und das ist realistisch für eine halbwegs anständige Seite — sind das bei einem Stundensatz von 80 € schnell 1.600–3.200 € an Opportunitätskosten. Zeit, in der du nicht für Kunden arbeitest.
Ehrliche Einschätzung
Für ein Hobby-Projekt oder einen Verein? Völlig okay. Für eine Website für Unternehmen, die Kunden gewinnen soll? Problematisch.
Die Einschränkungen sind real:
- SEO: Baukästen haben begrenzte Möglichkeiten bei der Suchmaschinenoptimierung. Das merkst du spätestens, wenn deine Konkurrenz bei Google vor dir steht.
- Design: Du bist auf Templates beschränkt. Die sehen oft aus wie tausend andere Seiten.
- Skalierbarkeit: Sobald dein Geschäft wächst, stößt der Baukasten an Grenzen.
- Abhängigkeit: Deine Website gehört der Plattform. Wix macht dicht? Deine Seite ist weg.
Geeignet für: Vereine, Hobby-Projekte, absolute Einsteiger zum Ausprobieren.
Option 2: Website vom Freelancer erstellen lassen
Du willst es professioneller? Ein Freelancer erstellt dir eine individuelle Website. Die Webdesign Kosten liegen hier deutlich höher als beim Baukasten — aber du bekommst auch mehr.
Die Kosten
- Einmalige Erstellung: 1.500–5.000 €
- Hosting: 100–300 €/Jahr
- Domain: 10–15 €/Jahr
- Wartung und Updates: Oft nicht inklusive. Wenn doch, rechne mit 50–150 €/Monat.
- Änderungen: Werden nach Aufwand abgerechnet, meist 80–120 €/Stunde.
Der Website erstellen lassen Preis hängt beim Freelancer stark von der Erfahrung und dem Umfang ab. Eine einfache Visitenkarten-Website bekommst du für 1.500 €. Eine Website mit Buchungssystem, Blog und SEO-Optimierung? Da bist du schnell bei 4.000–5.000 €.
Vorteile
- Günstiger als eine Agentur
- Persönlicher Kontakt, kurze Wege
- Individuelles Design meist immer möglich
Nachteile
- Abhängigkeit von einer Person: Was passiert, wenn der Freelancer aufhört, krank wird oder keine Zeit mehr hat? Ich habe das in 20 Jahren Dutzende Male erlebt. Der Kunde steht dann mit einer Website da, die keiner mehr betreuen kann.
- Keine laufende Betreuung: Die meisten Freelancer erstellen deine Website und ziehen weiter zum nächsten Projekt.
- Qualität variiert stark: Vom brillanten Entwickler bis zum Hobby-Bastler ist alles dabei. Ohne Fachwissen kannst du das vorher kaum einschätzen.
Laufende Kosten — der blinde Fleck
Viele denken, nach der Erstellung ist alles erledigt. Falsch. Die Homepage Kosten monatlich laufen weiter:
- Hosting: 100–300 €/Jahr
- SSL-Zertifikat: 0–100 €/Jahr
- WordPress-Updates: Wenn du Glück hast, macht das jemand. Wenn nicht, wird deine Seite zum Sicherheitsrisiko.
- Plugin-Lizenzen: 50–200 €/Jahr
- Backup-System: 50–100 €/Jahr
Realistisch: 300–700 € pro Jahr an laufenden Kosten — zusätzlich zum Erstellungspreis.
Option 3: Website von einer Agentur kaufen
Die klassische Variante: Du beauftragst eine Webdesign-Agentur und bekommst eine professionell entwickelte Website. Hier reden wir über ernsthafte Webdesign Kosten.
Die Kosten
- Einfache Unternehmenswebsite: 5.000–8.000 €
- Umfangreiche Website mit Blog, Buchung etc.: 8.000–15.000 €
- Online-Shop: Ab 16.000 € aufwärts
Das sind die Einmalkosten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.
Die laufenden Kosten
- Hosting: 300–500 €/Jahr
- Wartung und Sicherheit: 500–1.500 €/Jahr
- Inhaltliche Änderungen: 80–150 €/Stunde
- Redesign nach 3–4 Jahren: 3.000–8.000 €
Vorteile
- Professionelles Ergebnis
- Team statt Einzelperson (bei Ausfall springt jemand anderes ein)
- Oft bessere Prozesse und Projektmanagement
- Strategische Beratung inklusive
Nachteile
- Hohe Einmalkosten — für viele KMU eine echte Hürde
- Laufende Kosten kommen trotzdem
- Änderungen kosten extra, selbst kleine
- Oftmals wechselnde Ansprechpartner
- Lange Wartezeiten bei Änderungswünschen
Die 3-Jahres-Rechnung
Rechnen wir es durch. Du kaufst eine solide Agentur-Website für 8.000 €:
- Jahr 1: 8.000 € (Erstellung) + 1.000 € (Hosting + Wartung) = 9.000 €
- Jahr 2: 1.000 € (Hosting + Wartung) + 500 € (Änderungen) = 1.500 €
- Jahr 3: 1.000 € (Hosting + Wartung) + 500 € (Änderungen) = 1.500 €
Gesamtkosten nach 3 Jahren: ca. 12.000 €
Und nach 4–5 Jahren steht oft ein Redesign an. Dann fängt die Rechnung von vorne an.
Option 4: Website mieten — das Abo-Modell
Jetzt wird es interessant. Das Konzept Website mieten statt kaufen funktioniert ähnlich wie Leasing beim Auto: Du zahlst einen festen Monatsbeitrag, und dafür ist alles inklusive.
Kein riesiger Batzen am Anfang. Keine bösen Überraschungen. Keine versteckten Kosten.
So funktioniert das Website-Abo
Du bekommst eine professionell gestaltete, individuelle Website. Design, Entwicklung, Texte — alles wird für dich gemacht. Und danach läuft die Betreuung einfach weiter.
Die Kosten
Ab 150 €/Monat — alles inklusive:
- Professionelles, individuelles Webdesign
- Entwicklung und Programmierung
- Hosting und SSL-Zertifikat
- Regelmäßige Wartung und Updates
- Sicherheits-Backups
- SEO-Grundoptimierung
- Inhaltliche Änderungen
- Persönlicher Support
Keine Einmalkosten. Keine Zusatzgebühren. Die Website monatliche Kosten sind von Anfang an klar und planbar.
Vorteile
- Planbare Kosten: Du weißt genau, was du jeden Monat zahlst. Keine Überraschungen.
- Kein Risiko: Keine große Investition am Anfang. Wenn es nicht passt, endet der Vertrag.
- Immer aktuell: Deine Website wird laufend gepflegt, aktualisiert und optimiert.
- Persönliche Betreuung: Du hast einen festen Ansprechpartner. Nicht nur ein Ticket-System, sondern einen Menschen.
- Steuerlich absetzbar: Die monatliche Rate ist als Betriebsausgabe voll absetzbar. Bei einer Einmalzahlung musst du über Jahre abschreiben.
Nachteile — ehrlich gesagt
Ich will hier nichts beschönigen:
- Mindestlaufzeit: In der Regel 24 Monate. Das ist fair, weil die Erstellung der Website in den Monatspreis einkalkuliert ist.
- Website gehört erstmal dem Anbieter: Während der Laufzeit. Aber: Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kannst du die Website übernehmen. Das ist wie beim Leasing — du hast eine Kaufoption.
Der 5-Jahres-Vergleich: Mieten vs. Kaufen
Schauen wir auf die Zahlen — eine Webseite mieten vs. bei einer Agentur kaufen:
Website mieten:
150 €/Monat × 60 Monate = 9.000 €
Alles inklusive. Fertig.
Website kaufen (Agentur):
8.000 € (Erstellung) + 5 × 1.000 € (laufende Kosten pro Jahr) = 13.000 €
Ohne Änderungen. Ohne Redesign.
Ersparnis beim Mietmodell: ca. 4.000 € über 5 Jahre.
Und beim Mietmodell bekommst du laufende Betreuung, Updates und Support dazu. Beim Kaufmodell zahlst du dafür extra — oder es passiert einfach nicht.
Die große Vergleichstabelle
Alle Optionen auf einen Blick — damit du die Homepage erstellen lassen Kosten direkt vergleichen kannst:
| Baukasten | Freelancer | Agentur (Kauf) | Website mieten | |
|---|---|---|---|---|
| Einmalkosten | 0 € | 1.500–5.000 € | 5.000–15.000 € | 0 € |
| Monatliche Kosten | 10–30 € | 50–150 € | 80–200 € | 150–450 € |
| Alles inklusive? | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Individuelles Design | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Laufende Betreuung | Nein | Selten | Gegen Aufpreis | Ja |
| SEO-Optimierung | Eingeschränkt | Unterschiedlich | Gegen Aufpreis | Inklusive |
| Für wen? | Hobby | Budget-bewusst | Etablierte Firmen | KMU & Starter |
Die Tabelle zeigt es deutlich: Beim Website-Abo zahlst du monatlich mehr, aber dafür ist wirklich alles drin. Bei allen anderen Modellen kommen laufende Kosten obendrauf, die am Anfang nicht im Angebot stehen.
Welche Option passt zu dir?
Nach 20 Jahren und über 44 Kundenprojekten kann ich dir folgende Faustregeln mitgeben:
- Du willst nur schnell eine einfache Seite? → Baukasten. Erwarte aber nicht, dass du damit bei Google gefunden wirst.
- Du hast ein begrenztes Budget und findest einen guten Freelancer? → Kann funktionieren. Kläre vorher, wer die Website langfristig betreut.
- Du bist ein etabliertes Unternehmen mit großem Budget? → Agentur-Kauf kann sinnvoll sein, besonders bei komplexen Anforderungen.
- Du bist Selbstständiger, Handwerker, Steuerberater, Arzt oder Coach und willst eine professionelle Website ohne Risiko? → Das Mietmodell ist für die meisten KMU die beste Balance aus Qualität, Kosten und laufender Betreuung.
Meine ehrliche Empfehlung: Wenn du eine Website für Unternehmen brauchst und nicht 5.000–10.000 € auf einmal investieren willst, ist Website leasen bzw. mieten der smarteste Weg. Du bekommst Agentur-Qualität zu planbaren Kosten.
Häufige Fragen zu Website-Kosten
Was kostet eine einfache Website?
Eine einfache Website mit 5 Seiten (Startseite, Über uns, Leistungen, Referenzen, Kontakt) kostet beim Freelancer 1.500–3.000 €, bei einer Agentur 5.000–8.000 €. Im Mietmodell zahlst du dafür ab 150 €/Monat — ohne Einmalkosten.
Was kostet eine Website monatlich?
Die Homepage Kosten monatlich hängen vom Modell ab. Beim Baukasten: 10–30 €. Beim Kauf kommen laufende Kosten von 80–200 €/Monat für Hosting, Wartung und Updates dazu — die viele anfangs nicht einplanen. Beim Mietmodell: 150–450 €/Monat, aber dafür ist alles inklusive.
Lohnt sich Website mieten?
Ja, für die meisten KMU schon. Rechenbeispiel: Eine Agentur-Website kostet 8.000 € + ca. 1.000 €/Jahr laufend. Nach 5 Jahren: 13.000 €. Eine gemietete Website kostet 150 €/Monat × 60 = 9.000 € — inklusive allem. Du sparst rund 4.000 € und hast eine laufend betreute, aktuelle Website.
Kann ich eine gemietete Website übernehmen?
Ja. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kannst du die Website gegen eine Ablöse übernehmen. Du bist nicht für immer gebunden. Bei uns ist das transparent geregelt — frag einfach nach den Konditionen.
Ist eine Baukasten-Website für Unternehmen geeignet?
Für den Einstieg vielleicht. Langfristig wird es für die meisten Unternehmen eng. Die Einschränkungen bei SEO, Design und Funktionalität führen dazu, dass du irgendwann doch auf eine professionelle Lösung umsteigst. Dann hast du doppelt bezahlt — einmal für den Baukasten und einmal für die richtige Website.
Fazit: Informiert entscheiden
Du kennst jetzt die echten Zahlen. Keine Verkaufstricks, keine geschönten Preise. Jede Option hat ihre Berechtigung — es kommt auf deine Situation an.
Wenn du unsicher bist, welches Modell für dich passt: Wir bieten eine kostenlose, unverbindliche Beratung an. Kein Verkaufsdruck. Nur eine ehrliche Einschätzung, basierend auf 20 Jahren Erfahrung.
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